[Aus der Kategorie "Dinge, die man gelassen haben sollte"] Heute: "30 Minuten im Regen gehen".
Ja. Den ganzen Tag schien die Sonne. Es war ein schöner, wenn auch nicht der wärmste, aber dennoch auch kein kalter Tag hier in Barcelona. Heute morgen bin ich auch relativ zeitig, aber nicht mehr bekleidet als sonst, im Büro gewesen, so dass es nicht einmal unbedingt erwünscht war, länger zu bleiben. Ich habe es aber dennoch getan, weil ich noch etwas fertig zu stellen hatte. Summa sumarum: ich schalte meinen PC als letzter von meinem Team ab, verlasse das Büro und stehe im Regen. Nicht symbolisch, wort-wörtlich. Es regnete. Bevor ich meinen Heimurlaub gemacht habe, hat es hier vielleicht mal so 20 Minuten geregnet. Insgesamt. Am Stück waren es selten mehr als 2 Minuten. Und kaum bin ich wieder hier. Sonntag hat es fast den ganzen Tag geregnet, heute abend auch. Was'n los?
Naja. Wir wollen die Geschichte mal fortsetzten und uns nicht zu viel beklagen, denn sonst schimpft die Verwandtschaft aus dem feuchten Deutschland...:
Ich wollte und musste aber nach Hause, also blieb mir nur die Möglichkeit zu gehen oder ein Taxi zu nehmen. Auch wenn es mich gereizt hat, herraus zu finden, welches der schnellste mit einem Auto zurücklegbare Weg zu meiner Wohnung sei, habe ich mich entschlossen 'meinen Mann zu stehen' und zu gehen *reim*. Und ich bereue es nicht. Natürlich war es nass, hat ja geregnet. Aber der Regen hier ist irgendwie immer anders. Er ist nicht so hart. Er ist eher sanft. In Deutschland gießt es meistens wie aus Eimern. Man sagt ja auch es regnet Bindfäden, also sehr viele, sehr große Tropfen in einer sehr schnellen Abfolge. In der Fachsprache ausgedrückt meine ich damit ein "Niederschlagsereignis ", welches eine hohe Niederschlagsintensität aufweist. Der andere in Deutschland recht häufige Fall ist der Nieselregen. Beides ist nur selten angenehm. Aber hier ist Regen anders.