Tuesday, November 25. 2008introducing: SchnubbelbookO.k. Berlin hasst mich. Und ich liebe es. Aber fangen wir ausnahmsweise einmal vorne an...
Ich bin also dieses Wochenende nach Berlin. Ein Kurzurlaub von Samstag bis Montag. Ankunft Samstag nachmit... ach quatsch, Abend - wird ja schon so schnelle dunkel derzeit - um vier Uhr. Die Planung war, dass ich dann zum Hotel fahre und danach noch ein wenig Schoppen gehen. Hatte geplant mir ein paar Bücher, neue Schuhe und eines dieser schicken neuen MacBooks zu kaufen. Aufgrund dessen habe ich natürlich auch mein Notebook gleich zu hause gelassen - warum auch zwei mitschleppen? Also hatte ich auch schon schön brav vorher recherchiert, wo ich denn überhaupt eines kaufen kann. Und siehe da, eines der zwei möglichen Einkaufszentren liegt sogar schon auf dem Weg zum Hotel (ich füge für die mit Interesse an Details oder an der Stadt einfach mal Informationen in Klammern ein. Für alle anderen: einfach überspringen. Die Information hier: Alexanderplatz). Also stand die Überlegung im Raum doch schon vor dem Hotel dort vorbei zu gehen und ein MacBook zu kaufen, auch wenn die Gefahr dann groß ist, dass ich keine Schuhe und nichts anderes mehr kaufe, weil ich im Hotel mit meinem neuen MacBook versauere. Aber das lässt sich ja auch spontan entscheiden.
Ich landete also am besagten nachmitt... Abend in Berlin-Schönefeld. Der Flughafen ist etwa 6km von der Stadt selbst entfernt, aber es gibt eine direkte S-Bahn Verbindung. Also kaufte ich mir im Flughafen an einer Schönen Turi-Info erstmal ein 48-stunden-ich-bin-turi-und-darf-alles-fahren-und-komme-auch-noch-überall-günstiger-rein-:P-ticket (aka. "Berlin Welcome Card"), gehe hinaus und spüre die Kälte. Heiliger! Heiliger, ist das kalt. Mensch muss dazu sagen, dass Berlin und Umgebung gerade einen unvermittelten Wintereinbruch erlebte und ich schon vom Flugzeug den Schnee um die Stadt gesehen hatte, aber dennoch... Den Abend vorher (hier meint Abend die spanische Zeit von etwa 10 Uhr) saß ich noch mit Kollegen draußen und habe nen schönes Bierchen getrunken. Ein Temeperaturunterschied von fast 15 °C... brrrrrrrr. Zur Bahn rüber (die ist leider nur durch einen Außenfußweg erreichbar) und rein da. Gut 30 minuten fahrt, in der ich mehrere Male versuchte, die Umgebung zu bewundern. Das blieb mir aber verwehrt denn außer Schwarz sah ich nicht viel. Kurz vor meinem Umstieg (Haltestelle Alexanderplatz) sehe ich dann groß und breit die Reklame und entschließe mich doch grad nach dem MacBook zu schauen. Ich muss eh aus dem Bahnhof raus, um auf die Metro umsteigen zu können.
Also ab zum den MediaMarkt, auf dem Weg um eine Sparkasse drum herum laufen (später nochmal wichtig) und über einen leider noch geschlossenen Weihnachtsmarkt bis ich das Alexa erreiche. Ein großes Einkaufszentrum, welches auch unter anderem eben jenen MediaMarkt (auf 8000qm - sagt die Werbung) mit internem AppleStore beherbergt. Ich also rein, schön nach dem AppleStore gesucht, dem MacBook gefragt, noch nett Beratung bekommen und ab zur Kasse. Vorfreude steigt in mir hoch. Und bringt mich prompt zum Fall. An der Kasse teilt mit die wirklich freundliche Verkäuferin mit, dass sie keine Kreditkarten annehmen, das Geld für das MacBook ist aber auf dem spanischen Konto, wo ich nur eben jene Kredit- (und Debit-)Karte besitze. Na, klasse. Also versuchen wir es doch einfach mal mit der deutschen EC-Karte. Nupp... Der Preis kann nicht abgebucht werden - verdammte Sicherheitsmechanismen. Also gut, gehe ich halt zum nächsten Automaten und ziehe das Geld in Bar von der Kreditkarte. Als ich das der Kassiererin Vorschlag, weißt sie mich auch gleich gegenüber an den Automaten. Das ist so ein einzelner Automat der Sparkasse, so ohne Filiale oder so. Ich probiere also mein Glück mit der spanischen Karte und bekomme ein "Heute keine Auszahlung mehr möglich!". What the fck ... Einfach nochmal versuchen. Nein, nix. das doofige Ding will nicht. Spuckt die Meldung und meine Karte aus, aber kein Geld. Naaaa, klasse. Also was hab ich auf meinem deutschen Konto? - Nicht genug und überziehen geht wohl mit den derzeitigen Kondition dabei nicht. JUHU...
Ich also der Frau an der Kasse bescheid gegeben und erstmal zu Hotel (Aldea Ageda oder so). Auf dem Weg (mit der U-Bahn zur Haltestelle Bülowstraße) schon überlegt, welche Möglichkeiten ich denn nun habe. Schließlich bin ich ein Web20-kind, ich habe mir nicht auf Papier notiert, wo ich mich am Montag mit wem, wann treffen wollte. Und auch sonst hatte ich meine Planung in Google Maps und so gespeichert. Hmpf. Am Hotel angekommen erwartete ich ja schon, dass irgendwas mit der Buchung nicht stimmt, aber da ging doch tatsächlich alles glatt. Auf dem Zimmer beschloss ich dann meine Eltern anzurufen, damit sie wenigstens wissen, dass ich heile angekommen bin. In dem längeren Gespräch macht mein Vater dann Vorschlag, es nochmal bei einer richtigen Filiale zu versuchen, denn es wahrscheinlich muss der mit meinem Spanischen Konto gegen checken, ob das geht und so ein Automat im nirgendwo hat nicht immer die dafür nötige Online Verbindung oder nur zu bestimmten Zeiten. Da ich ja eh noch Schuhe kaufen wollte, bin ich also nach dem Gespräch wieder zurück und denke mir, ich gehe einfach in jene Sparkasse, um die ich vorher drum herum gelaufen bin.
Dort angekommen stelle ich zum einen fest, dass die Sparkasse zum großen Teil im Umbau ist und zum anderen lese ich an dem einzigen noch beleuchteten und funktionieren Teil, die Meldung, dass die Automaten natürlich seit genau 10 Minuten ein Update machen, was bis etwa 2 Uhr nachts dauert und deswegen nicht genutzt werden könnten. Ich habe aber nur bis 10, weil dann die Geschäfte zu machen. ARG. Egal. Also nur Schuhe kaufen. Also schön durch das Einkaufszentrum geschlendert, Schuhe gekauft, nach den Büchern geschaut - und nicht gefunden - um dann irgendwann zu bemerken, dass ich damit fertig bin. Und noch 30 Minuten habe bevor alles dicht macht. Hmm... wird sich ja nee andere Bank finden lassen hier in der Gegend.
Ich also raus und die Sicherheits-Dienst-Frau gefragt, ob sie mir helfen könne, was sie freundliche mit "ich werd's versuchen" bejahte. Ich erklärte ich also die Lage und fragte nach einer weiteren Bank in der Nähe, woraufhin sie mir wirklich traurig sagte, "nee, tut mir leid, da kann ich Ihnen nicht weiter helfen. Aber ich hätte es echt gerne gemacht!"
Also mit einem MacBook und einem Baguett (ich erwähnte noch nicht, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt lediglich ein Brötchen zum Frühstück gegessen hatte) mit der U-Bahn zurück zum Hotel. Ausgepackt, gefreut und so um dann zu sehen, dass das mit dem WLAN nicht so einfach ist. Also mal in der Lobby angerufen - "Nee, das geht nur in Raucherzimmern oder der Lobby." - Juuuuhuuu. Ach, was soll's. Ist eh schon spät, gehste halt morgen damit in irgend eines der Cafés, wo das WLAN nischt kost (wie z.B. dem Tazkaffee).
Am nächsten Morgen fällt mir dann aber auf, dass ich ja nur diese Kofferartige Tasche dabei habe. Kein Rucksack oder dergleichen. Und mit einem MacBook durch den Zoo nur um danach zum TazKaffee fahren zu können (von dem ich ja schon wieder nicht wusste, wo es ist.) und dort zu surfen, war mir jetzt auch zu Blöd. Also nur Zoo. Wirklich ein toller Zoo. Leider habe ich Adolpho nicht finden können, aber es gibt schlimmeres. Danach noch schön in ein Lokal gesetzt und mir ein gutes, deutschen Berliner Kindl (das ist ein Bier :P ) eine gute, deutsche Currywurst mit guten, deutschen Pommes und guter, deutscher Mayonaise genehmitgt. Da wurd es dann auch schon langsam dunkel und ich müd. War ja auch schon nach Vier. Also zum Hotel zurück. Nen bissl relaxed, nen bissl telefoniert und dann beschlossen, dass ich noch was machen will. Also bin ich gegen Sieben zur Rezeption und hab nach dem nächsten Kino gefragt - wollte Wall°e anschauen. Der lief aber leider nur um 14uhr, also bin ich mal in den neuen Bond. Danach bin ich dann wieder nach Hause. Da es aber schon nach 10 Uhr war, wurde ich wieder hungrig und kaufte mir auf dem Rückweg noch bei der Dönerbude direkt um die Ecke eine Döner für eins fuffzich. Am Montag gab es zum Mittag dann noch Spätzle mit Rindergulasch. Habe also viel gute, deutsche Küche genießen können dieses Wochenende.
Montag nachmittag ging es dann wieder zurück nach Barcelona. War ja nur ein Kurztrip. Auch diesmal konnte ich auf dem Flug etwas schlafen. Wenn ich nur ein titzibitzi mehr Platz hätte ...
So. Lange Rede kurzer Sinn, dies ist der erste Blogeintrag, den ich auf meinem neuen Schnubbelbook (das ist der Name meines neues MacBook) in MacOS X geschrieben habe. Und so wie es aussieht, werden viele folgen. Übrigens habe ich bis auf die letzten zwei einhalb Absätze auch alles schon auf der Rückfahrt vom Flughafen getippt. Tolle Sache das
Posted by Benjamin Kampmann
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